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Aus alten Kleidern kann man viel machen, sogar elegante Taschen, sagt Francesco Rossi.

 

«Wenn ich etwas spannend finde, überlege ich nicht lange»

Wie ich euch im letzten Blog schrieb, hat ROSSIS ein neues Recycling Mode Projekt. Natürlich wollte ich mehr darüber wissen und rief Francesco Rossi an. Zuerst wollte er nicht so recht mit der Sprache rausrücken und sagte nur etwas von einer Kooperation mit TEXAID und einer «limited Edition».

 

TEXAID Container

«Limited Edition?», fragte ich. «Dann müssen es unsere Blog-LeserInnen unbedingt als erste erfahren. Erzähl mir alles darüber», bat ich Francesco.

«An einer Fachtagung von Swiss Textiles zum Thema substainable clothing sprach ich mit den Leuten von TEXAID. Sie erzählten mir, dass sie einen Stoff aus gebrauchten Textilien entwickeln und noch Kooperationspartner suchen. Ich sagte sofort zu.»

«Wie jetzt, einfach so? Wusstest du da schon, was du daraus machen wirst?» «Nein», lachte Francesco, «aber wenn ich etwas spannend finde, überlege ich nicht lange. Aus schönen Stoffen lässt sich immer etwas Schönes machen.» 

Wie aus den alten Klamotten neue Stoffe werden

Mir kamen der alte Pullover und die zerrissenen Jeans in den Sinn, die ich kürzlich in den TEXAID Container geworfen hatte. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie daraus eine elegante ROSSIS Tasche werden sollte. 

Francesco erklärte mir, wie TEXAID das macht. «Viele glauben, dass alle Kleider, die wir in den Container werden, gewaschen und als Second Hand verkauft werden. Das ist jedoch nur bei rund 58 % der Kleider Fall. Der Rest kann leider nicht wieder getragen werden. Bis jetzt wurde aus diesen Stoffresten vor allem Putzlappen für die Industrie hergestellt.

Nun kann man jedoch die alten Stoffe auch wieder in Fasern zerlegen und daraus neue Stoffe in einer Qualität herstellen, die auch für Fashion Produkte geeignet ist.» 

Mika TEX – Der erste Shopper aus Schweizer Alt-Textilien

Dass man aus alten Kleidern neue Stoffe macht, konnte ich mir jetzt vorstellen. Vor meinem geistigen Auge waren diese Stoffe jedoch in einem öden grau / braun und kaum für eine elegante ROSSIS Tasche geeignet.

Francesco beruhigte mich. «Nein, nein. Das ist ein sehr schöner Stoff in einem modernen off white. Er eignet sich ideal für einen schlichten und eleganten Sommer Shopper.»

«Ein Shopper aus weggeworfenen Kleidern, das klingt wirklich innovativ», sagte ich bewundernd. «Es ist der erste Shopper aus Schweizer Alt-Textilien», antwortete Francesco. «Und wie sieht er aus?», wollte ich wissen. Francesco schmunzelte «das verrate ich noch nicht».

Allerdings gelang es mir, Francesco beim Skizzieren der neuen Tasche zu fotografieren. Auf den Blättern fand ich auch den Namen der neuen Tasche. Er wird Mika TEX heissen.

 

Für den nächsten Blog, so hat Francesco mir versprochen, wird er mir dann noch mehr verraten. Zum Beispiel wie Mika TEXAID aussieht, wie und wo er produziert wird und vor allem, wie viele es davon geben wird.

Ich bin schon sehr gespannt!

Eure Laura

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